4. Spiel Finale Generali Play-off: HC Kometa Brno vs. Bílí Tygři Liberec 5:2 (0:0, 4:2, 1:0)

HC Kometa Brno: Čiliak (Vejmelka) – J. Krejčík, O. Němec (A), Gulaši, Kováčik, Malec, Bartejs, Trška, Zábranský – M. Kvapil, Hruška, M. Erat – T. Havránek, H. Zohorna, Mallet – Zaťovič (A), Čermák (C), Haščák – R. Zohorna, Dočekal, Vondráček.

Bílí Tygři Liberec: Lašák (ab 34. Will) – Jánošík, R. Šimek, Derner, Plutnar, Pyrochta, Mojžíš (A), Kolmann – L. Krenželok, P. Jelínek, Lakatoš – Svačina, Bližňák, Valský – Radivojevič (C), J. Stránský, Ordoš – Bartovič, Vantuch, A. Dlouhý.

Torschützen: 23. M. Kvapil (Hruška, M. Erat), 27. Mallet (Hruška, O. Němec), 29. Haščák (J. Krejčík, O. Němec), 34. M. Erat (Hruška), 59. J. Krejčík (M. Erat, Hruška) – 23. L. Krenželok (Mojžíš, Lašák), 33. Valský (R. Šimek, Radivojevič). Schiedsrichter: Hodek, Hribik – Lhotský, Svoboda. Strafen: 1:2. Ausnutzung: 1:1. Unterzahltore: 0:0. Zuschauer: 7.700 (ausverkauft). Torschüsse: 32:24. Spielstände: 1:0, 1:1, 3:1, 3:2, 5:2. Spieler des Spiels: Martin Erat (HC Kometa Brno) - Lukáš Krenželok (Bílí Tygři Liberec). Endstand in der Serie: 4:0.

Spielbericht

Kometa wollte gleich von Beginn an zeigen, dass bereits am heutigen Tag die Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht werden sollte. Liberec stand anfangs unter Druck, hatte mit Goalie Ján Lašák jedoch einen starken Rückhalt. Danach kamen auch die Weißen Tiger etwas besser auf und verzeichneten durch Lakatoš eine erste gute Torannäherung. In der 12. Spielminute hatten die Gastgeber ihre beste Möglichkeit. Hynek Zohorna vernaschte dabei den Liberecer Valský, konnte den Puck aus etwas spitzem Winkel aber nicht im Tor unterbringen. Anschließend gab es zudem das erste Überzahlspiel für die Kometen, wobei der Führungstreffer bei zwei Versuchen aus dem Hinterhalt durchaus in der Luft lag. Ein gut aufgelegter Lašák verhinderte jedoch den Einschlag im Kasten der Nordböhmen. Somit blieb es bei einem torlosen ersten Drittel.

narozeniny arény foto tým

Im zweiten Spielabschnitt war noch keine Minute gespielt, da wäre Brno fast in Führung gegangen. Den Schuss von Kvapil konnte Lašák entschärfen, doch die Scheibe trudelte in Richtung Tor, wo sie Verteidiger Jánošík vor der Linie wegschlug. Wenige Augenblicke später gab es verrückte 15 Sekunden zu verzeichnen. Nach einem schnellen Vorstoß ging Kometa in Führung. Ein Zuspiel von Hruška schloss Marek Kvapil per Direktabnahme ab und überwand den Liberecer Goalie durch die Beine. Nach der Wiederaufnahme der Partie glichen die Weißen Tiger sofort aus. Angreifer Lukáš Krenželok schlenzte die Scheibe wunderbar unter die Latte. Kometa bekam anschließend die Chance, in Überzahl wieder die Führung zu erzielen und schaffte das auch. Zunächst traf Kvapil den Pfosten, doch Alexandre Mallet ließ per Abfälscher die Massen zum zweiten Mal jubeln. Marcel Haščák machte es dann seinem Mannschaftskollegen nach und erhöhte auf zwei Tore. Liberec schaffte in Überzahl spielend den Anschlusstreffer durch Jakub Valský, doch die Freude währte keine Minute. Kometa machte nun kurzen Prozess und stellte nach feiner Einzelleistung von Martin Erat den alten Abstand wieder her.

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Demnach schien es für Liberec in die letzten zwanzig Minuten der Saison zu gehen, was sie schließlich auch werden sollten. Die Hausherren bereiteten sich schon auf die ausgiebige Meisterfeier vor, mussten vorher aber noch einmal hart arbeiten. Die Jeschkenstädter setzten alles auf eine Karte und fuhren schnelle Wechsel. Dadurch wurde das Tempo sehr hoch gehalten. Liberec probierte wirklich alles, doch es reichte nicht mehr. Kometa verteidigte nun wie so oft in dieser Finalserie clever sowie abgezockt. Die Weißen Tiger mühten sich redlich. Knapp vier Minuten vor der Schlusssirene nahmen die Gäste ihre Auszeit. Der zur 34. Minute eingewechselte Roman Will verließ für einen zusätzlichen Stürmer sein Gehäuse. Hier verpasste Kometa zunächst den Treffer in das leere Tor, was man 80 Sekunden vor der letzten Sirene der Saison nachholte. Jakub Krejčík netzte ein und ließ die Meisterfeier starten.

Trainerstimmen

Libor Zábranský (HC Kometa Brno): „Es ist der beste Tag für mich. Das sagte ich auch den Jungs, die den Verdienst dafür tragen. Sie wollten unbedingt gewinnen und schafften es auch, für Brno, für Kometa und vielleicht sogar für mich. Ich bin unglaublich stolz. Wir standen seit Mai letzten Jahres unter Druck, als hier Spieler mit erstaunlicher Qualität ihre Verträge unterzeichneten und Charakter sowie Moral zeigten. Wir durchlebten eine schwere Zeit, mit einigen verletzten Spielern. Marek Čiliak, der unsere Mannschaft stabilisiert, war zweimal verletzt. Als ich im Oktober 2004 die ersten zwanzig Prozent an diesem Verein kaufte, träumte ich von der Meisterschaft. Zwölf Jahre später hat es sich bezahlt gemacht."

Filip Pešán (Bílí Tygři Liberec): „Für uns ist die Saison trotz dieser Niederlage ein Erfolg. Ich bin davon überzeugt, dass uns eine solche Platzierung am Ende der Hauptrunde nur die wenigsten zugetraut hatten. Ich freue mich, dass wir in der Lage waren, so durch die Saison zu gehen, mit Ehre und sehr guten Ergebnissen. Ich muss den Spielern dafür danken. Ob wir die Serie mit 0:4 verlieren oder 3:4 ist letztlich egal. Entweder man gewinnt oder eben nicht. Letztes Jahr haben wir unsere Reise in das Finale zweimal mit 4:0 gewonnen. In diesem Jahr zweimal mit 4:2, was nicht bedeuten soll, dass wir weniger glücklich sind. Hätten wir das Finale in sieben Spielen verloren, wäre der Schmerz sicher größer ausgefallen."

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