3. Spiel Finale Generali Play-off: HC Kometa Brno vs. Bílí Tygři Liberec 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)

HC Kometa Brno: Čiliak (Vejmelka) – J. Krejčík, O. Němec (A), Gulaši, Kováčik, Malec, Bartejs, Trška, Zábranský – M. Kvapil, Hruška, M. Erat – T. Havránek, H. Zohorna, Mallet – Zaťovič (A), Čermák (A), Haščák – R. Zohorna, Dočekal, Vondráček.

Bílí Tygři Liberec: Lašák (Will) – Jánošík, R. Šimek, Derner, Plutnar, Kolmann, Mojžíš (A), Pyrochta – Radivojevič (C), P. Jelínek, Lakatoš – Svačina, L. Krenželok, Valský – Ordoš, Bližňák, Bartovič – A. Dlouhý, Vantuch, J. Stránský.

Torschützen: 13. Kováčik (J. Krejčík), 13. M. Kvapil (Hruška), 59. Zaťovič (Čermák). Schiedsrichter: Pešina, Šír – Gebauer, Lederer. Strafen: 2:2. Ausnutzung: 0:0. Unterzahltore: 0:0. Zuschauer: 7.700 (ausverkauft). Torschüsse: 22:27. Spielstände: 3:0. Spieler des Spiels: Marek Čiliak (HC Kometa Brno) – Ján Lašák (Bílí Tygři Liberec). Stand in der Serie: 3:0.

Spielbericht

Die heimischen Kometen bekamen gleich in der Anfangsphase Oberwasser und durften frühzeitig in Überzahl agieren. Zweimal zischte der Puck gefährlich am Liberecer Gehäuse vorbei, doch der Gegentreffer blieb glücklicherweise aus. Danach durften die Gäste aus Nordböhmen mit einem Akteur mehr auf dem Eis agieren, schafften es jedoch auch selbst nicht in Führung zu gehen. Danach fingen sich beide Teams an zu neutralsieren, bis die 13. Spielminute anbrach. Kometa agierte zielstrebig in der Offensive. Krejčík bediente mit feinem Zuspiel seinen Partner in der Verteidigung Jozef Kováčik , der per Direktabnahme erfolgreich war. Die Scheibe überschritt hierbei nur um Zentimeter die Linie, da Liberec-Goalie Lašák mit einer tollen Fanghandparade etwas zu spät kam. Im Videobeweis wurde der reguläre Führungstreffer zugunsten der Hausherren letztlich bestätigt. 32 Sekunden später markierte Brno den Doppelschlag. Bei einem Gegenkonter zog Marek Kvapil beherzt ab und überwand Lašák auf der Stockhandseite. Bei dieser Zwei-Tore-Führung blieb es nach dem ersten Drittel, da Liberec in der Schlussminute eine Riesenchance zum Anschlzsstreffer nicht nutzen konnte. Kapitän Radivojevič wurde beim Versuch in das leere Tor einzuschieben noch entscheidend von Malec gestört.

narozeniny arény foto tým

Im Mitteldrittel gehörte den Jeschkenstädtern die erste gute Torchance. In einer Druckphase versuchte sich Jakub Valský mit einem Bauerntrick und scheiterte nur um Zentimeter. Es entwickelte sich eine lebendige sowie technisch anspruchsvolle Partie. Liberec verzeichente die besseren Gelegenheiten, doch es fehlte die Genaugkeit bei den Torabschlüssen. So verzog Svačina freistehend und auch Ordoš brachte frei vor Kometa-Goalie Čiliak auftauchend den Puck nicht im Tor der Kometen unter. Die Weißen Tiger hatten sich in den zweiten zwanzig Minuten einiges vorgenommen. Kometa wurde fast durchgängig in der eigenen Defensive gefordert und hatte mit Čiliak einen hervorragenden Torhüter zwischen den Pfosten. Der Anschlusstreffer zugunsten der Gäste wäre durchaus verdient gewesen. Letztlich überstanden die Gastgeber die kritischen Minuten schadlos und waren nur noch ein Drittel vom ersten Matchball entfernt.

narozeniny arény foto tým

Im Schlussabschnitt war für beide Teams die Marschroute klar. Liberec musste weiter Gas geben und Brno würde versuchen aus einer sicheren Abwehr agierend mit schnellen Gegenstößen den Schlusspunkt zu setzen. Genauso kam es auch. Die Weißen Tiger spielten eine wirklich starke und aufopferungsvolle Begegnung. Kometa agierte gewohnt clever und hatte elf Minuten vor dem Ende durch Čermák die Entscheidung auf dem Schläger. Auf Zuspiel von Haščák verzog der ehemalige Liberecer nur knapp. Damit blieben die Raubkatzen weiter im Spiel, waren am heutigen Tag jedoch nicht produktiv. So konnte auch der freistehende Bližňák nicht einnetzen. Drei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit versuchten sich die Liberecer den letzten Strohhalm zu schnappen und nahmen den Goalie gegen einen sechsten Feldspieler vom Eis. Kometa nutzte das Risiko der Jeschkenstädter zum 3:0. Martin Zaťovič hatte leichtes Spiel in das leere Tor einzuschieben. Damit steht Brno ganz dicht vor dem Meistertitel, welchen die Südmähren bereits am morgigen Mittwoch vor den eigenen Fans feiern können.

Trainerstimmen

Kamil Pokorný (HC Kometa Brno): „Wir hatten einen guten Start in die Partie und gingen mit 2:0 in Führung. Es war ein Spiel mit hohem Engagement und enormem Kampfgeist auf beiden Seiten. Die Atmosphäre war fabelhaft und natürlich konzentrierten wir uns auf eine qualitativ hochwertige Verteidigung. Der Gegner hatte im Mitteldrittel einige Chancen, aber wir kassierten keinen Gegentreffer. Im letzten Drittel denke ich, dass wir taktisch sehr gut gespielt haben. Wir kamen letztlich zu einem verdienten Sieg. Ich muss zudem dem Publikum danken, was uns enorm Energie gegeben hat, sodass die Spieler über 100 % ihrer Leistungsfähigkeit abrufen konnten."

Filip Pešán (Bílí Tygři Liberec): „Wir sahen ein sehr umkämpftes Spiel, eine faire Begegnung ohne unfaire Aktionen auf beiden Seiten. Es wurde auf beiden Seiten hart gekämpft, in einer tollen Atmosphäre. Ich wage zu sagen, dass wir zwei Drittel lang die bessere Mannschaft waren. Mit dem 2:0 Vorsprung hat Brno gut verteidigt. Es fehlte uns ein Tor, wodurch die Welt vielleicht anders ausgesehen hätte. Dreißig Sekunden haben diese dritte Partie letztlich entschieden."

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