2. Spiel Finale Generali Play-off: Bílí Tygři Liberec vs. HC Kometa Brno 3:4 n.V. (1:1, 1:1, 1:1 – 0:1)

Bílí Tygři Liberec: Lašák – R. Šimek, Ševc (A), Mojžíš (A), Derner, Plutnar, Jánošík – Lakatoš, P. Jelínek, Radivojevič (C) – Valský, Bulíř, Svačina – Bartovič, Bližňák, L. Krenželok – J. Stránský, Vantuch, Ordoš – A. Dlouhý.

HC Kometa Brno: Čiliak - Trška, J. Krejčík, Kováčik, Gulaši, Bartejs, Malec, Zábranský – M. Erat, Hruška, M. Kvapil – Vondráček, Čermák (C), Dočekal – Haščák, V. Němec, Zaťovič (A) – Mallet, H. Zohorna, R. Zohorna – T. Havránek.

Torschützen: 17. Derner (Ordoš), 38. Lakatoš (Jánošík, Bartovič), 49. Lakatoš (P. Jelínek, R. Šimek) – 14. M. Erat (H. Zohorna, J. Krejčík), 27. M. Erat (M. Kvapil, Hruška), 48. R. Zohorna (Mallet, Kováčik), 65. M. Kvapil. Schiedsrichter: Hradil, Mrkva – Barvíř, Blümel. Strafen: 2:3. Ausnutzung: 1:1. Unterzahltore: 0:0. Zuschauer: 7.500 (ausverkauft). Torschüsse: 26:30. Spielstände: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 3:3, 3:4. Spieler des Spiels: Dominik Lakatoš (Bílí Tygři Liberec) – Martin Erat (HC Kometa Brno). Stand in der Serie: 0:2.

Spielbericht

Von Beginn an waren die Gäste aus Brno die stärkere Mannschaft und wollten bereits im ersten Drittel eine Vorentscheidung herbeiführen. Bei den Kometen versagten jedoch die Nerven beim Torabschluss, denn einige hochkarätige Chancen wurden leichtfertig liegen gelassen. So setzte Krejčík den Puck nur an das Außennetz. Zudem scheiterte Dočekal im eins gegen eins an Liberec-Goalie Lašák. Bis zur 8. Spielminute feuerten die Gäste bereits acht Schüsse auf das Gehäuse der Weißen Tiger ab, wobei Liberec noch gar keinen Schuss setzen konnte. In der 14. Spielminute gingen die Kometen verdient in Führung. Das schafften sie in Überzahl, wobei die Strafzeit gegen Radivojevič ein Witz war. Martin Erat war das aber egal, als er einnetzte. Drei Minuten später schafften die Hausherren wie aus dem Nichts den Ausgleichstreffer. Zunächst spielte Liberec einen zwei auf eins Konter schlecht zu Ende, was man nur wenig später besser machte. Jan Ordoš bediente den mitgelaufenen Verteidiger Lukáš Derner, welcher per Direktabnahme erfolgreich war.

narozeniny arény foto tým

Somit ging es mit einem 1:1 in das Mitteldrittel, was anfangs nicht mehr so starke Gäste sah. Liberec konnte die Begegnung nun offener gestalten. Sieben Minuten nach Wiederbeginn waren die Jeschkenstädter gegen die Klasse der Kometen-Stürmer jedoch machtlos. Eine super Kombination führte zur abermaligen Führung für Brno. Marek Kvapil bediente seinen Sturmpartner Martin Erat . Dieser hatte das leere Tor vor sich und verwandelte mühelos. Der Schock saß den Jeschkenstädter aber nicht wirklich in den Kleidern. Zwar war Kometa weiterhin die spielbestimmende Mannschaft, doch die Gastgeber versuchten mit Nadelstichen weiter für Gefahr zu sorgen. Drei Minuten vor der Pausensirene gelang Liberec in Überzahl agierend der Ausgleich. Dominik Lakatoš war der Torschütze, wobei der Treffer im Video noch einmal überprüft wurde, da der Puck nur knapp über die Torlinie rutschte.

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Liberec lebte also noch und wollte im Schlussdrittel die Überraschung schaffen, musste in der 48. Spielminute aber einen weiteren Nackenschlag hinnehmen. Die nächste Traumkombination führte zum dritten Gästetreffer. Mallet bediente Radim Zohorna, der eiskalt verwandelte. Die Antwort der Jeschkenstädter folgte nur 59 Sekunden später. Die Weißen Tiger setzten sich im Drittel der Kometen fest, wobei Petr Jelínek ein feines Auge bewies und den am langen Pfosten freistehenden Dominik Lakatoš einsetzte. Der torgefährliche Angreifer hatte wenig Mühe, die Scheibe einzuschieben. Dieser Ausgleichstreffer gab den Hausherren noch einmal richtig Aufschwung. Der in der Luft liegende Führungstreffer für die Weißen Tiger sollte aber nicht fallen. Kometa wollte die Verlängerung ebenfalls vermeiden, hatte bei einem Pfostentreffer von Kvapil aber enormes Pech. Demnach blieb es beim 3:3 nach der regulären Spielzeit.

In der Overtime war es dann ein Moment, der das Spiel entschied. Die individuelle Klasse von Marek Kvapil war ausschlaggebend für den zweiten Erfolg der Kometen, die einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft machten. Die Weißen Tiger stehen nun mit dem Rücken zur Wand!

Trainerstimmen

Filip Pešán (Bílí Tygři Liberec): „Wir kamen schlecht in die Partie und Kometa hatte einen klaren Kurs. Ich glaubte bis zum letzten Moment daran, dass uns ein Schuss zum Sieg führen könnte. Wir profitierten von dem Ausgleichstreffer, der uns in die Verlängerung brachte, welcher uns viel Auftrieb gab. Durch eine schöne Einzelaktion entschieden die Kometen dann aber die Begegnung. Jeder denkt, dass Kometa die Meisterschaft bereits sicher hat, ich glaube daran nicht."

Kamil Pokorný (HC Kometa Brno): „Die ersten 16 Minuten waren unsere besten in den bisherigen Play-offs. Leider konnten wir diese Überlegenheit nicht in mehr Tore umsetzen. Der Gegner bestrafte uns mit dem 1:1. Das Mitteldrittel war ausgeglichen. Auch nachdem wir wieder in Führung gingen, nutzte Liberec ein Powerplay zum Ausgleich. Im Schlussdrittel erholten wir uns wieder, konnten die abermalige Führung aber nicht lange halten. Zwei Minuten vor dem Ende hatten wir eine große Chance, trafen jedoch nur den Pfosten. Zum Glück erzielten wir in der Verlängerung das goldene Tor, wodurch die Hausherren nicht mehr antworten konnten."

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