6. Spiel Halbfinale Generali Play-off: Piráti Chomutov vs. Bílí Tygři Liberec 0:4 (0:1, 0:0, 0:3)

Piráti Chomutov: J. Laco – Rutta, L. Chalupa, Flemming, Kudělka, Skinner, Dlapa, Valach, Mrázek – Vondrka (C), Huml (A), Tomica (A) – Račuk, V. Růžička, Sklenář – Koblasa, Skokan, Poletín – Kaše, Kämpf, Lauko.

Bílí Tygři Liberec: Will – R. Šimek, Ševc (A), Jánošík, Vitásek, Mojžíš (A), Derner, Plutnar – Lakatoš, P. Jelínek, Radivojevič (C) – Valský, L. Krenželok, Svačina – Bartovič, Bližňák, Ordoš – J. Stránský, Vantuch, A. Dlouhý.

Torschützen: 3. P. Jelínek (Vitásek, Lakatoš), 44. Bartovič (Bližňák, Ordoš), 47. Valský, 54. J. Stránský. Schiedsrichter: Hradil, Mrkva – Gebauer, Lederer. Strafen: 2:2. Ausnutzung: 0:0. Unterzahltore: 0:1. Zuschauer: 5.250 (ausverkauft). Torschüsse: 23:25. Spielstände: 0:4. Spieler des Spiels: Michal Vondrka (Piráti Chomutov) – Radim Šimek (Bílí Tygři Liberec) Endstand in der Serie: 2:4.

Spielbericht

Von der ersten Spielminute an waren die Gäste aus Liberec die spielbestimmende Mannschaft. Mit einer sehr souveränen Vorstellung ließ man sich von den Piraten kaum unter Druck setzen. Lohn der bis dahin starken Darbietung war der Führungstreffer. Nach feinem Passspiel war Stürmer Petr Jelínek aus Nahdistanz eiskalt zur Stelle. Anschließend musste Liberec-Goalie Roman Will nur einmal sein ganzes Können aufweisen. Auf der Gegenseite bekam Laco im Gehäuse der Piraten schon deutlich mehr zu tun. Die Weißen Tiger verpassten es, beste Chancen zu nutzen. So scheiterten Radivojevič sowie Svačina nur um Zentimeter. Letztlich ging es mit einer verdienten Ein-Tor-Führung zugunsten der Liberecer in das Mitteldrittel.

narozeniny arény foto tým

In diesen zweiten zwanzig Minuten versuchten die Hausherren aus Chomutov das Zepter in die eigene Hand zu nehmen. Liberec antwortete mit starkem Defensivverhalten. Echte Torchancen waren demnach Mangelware. Zudem war es ein sehr faires Spiel, was bis zwei Minuten vor Ablauf des zweiten Drittels keine Strafzeit sah. Die erste Überzahl hatten die heimischen Piraten, welche diese aber durch ein dummes Foul schnell wieder hergaben. So verpassten es die Gäste aus der Jeschkenstadt, im mittleren Spielabschnitt den zweiten Treffer zu erzielen, während sich Chomutov verbittert die Zähne ausbiss.

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Demnach musste das Schlussdrittel entscheiden, ob die Piraten noch einmal zurückfinden oder die Liberecer den Sack in diesem Matchball-Spiel zumachen würden. Letzteres trat ein. Zunächst scheiterte Verteidiger Šimek im eins gegen eins an Piráti-Goalie Laco. Die Gäste blieben weiter auf dem Gaspedal und konterten nach einer verheißungsvollen Chance für Chomutov gefährlich über zwei schnelle Stationen. Am Ende der Kette stand Geburtstagskind Milan Bartovič, der dem Zuspiel von Bližňák die entscheidende Richtungsänderung gab. Wenige Zeigerumdrehungen später machten die Weißen Tiger kurzen Prozess. Nach sehr starkem Forechecking eroberte Jakub Valský die Scheibe und blieb vor Laco eiskalt. Damit war die Partie vorzeitig entschieden. Chomutov versuchte sich sieben Minuten vor dem Ende mit der letzten Möglichkeit. Schon in Überzahl spielend, nahm man zusätzlich den Goalie gegen einen sechsten Feldspieler vom Eis. Dieses Risiko bestraften die Gäste mit dem Empty-Net-Treffer zum 4:0 Endstand durch Jan Stranský. Den Rest der Begegnung bestimmten nur noch feiernde Tiger-Fans sowie stolze Anhänger der Piraten, die sich für eine erfolgreiche Saison bedankten. Nach der Schlusssirene war der Jubel im Liberecer Block fanatisch, denn das Ticket für das Finale war gebucht.

Trainerstimmen

Vladimír Růžička Sen. (Piráti Chomutov): „Leider haben wir ein frühes Gegentor bekommen, denn danach war es schwierig. Wir kamen nicht richtig in Schwung und die Pucks wurden oft verloren. Das Glück war an diesem Tag nicht auf unserer Seite. Wir waren nicht in der Lage, ein Tor zu erzielen und somit wurde es schwierig. Es war unser 17. Play-off Spiel und demnach war dies auch nicht verwunderlich. Wenn uns jemand beim Zwischenstand von 0:2 nach Spielen gegen Mladá Boleslav gesagt hätte, dass wir einen Monat später so spielen würden, hätten wir es gern angenommen. Es war eine tolle Teamleistung mit einer ausgezeichneten Form von Janko Laco.“

Filip Pešán (Bílí Tygři Liberec): „Wir wussten, dass es eine extrem schwierige Serie werden würde. Es war kein Zufall, dass Chomutov erst gegen Mladá Boleslav und dann gegen Třinec erfolgreich war. Die Serie war sehr hart. Wir haben nun zwei Serien gemeistert und ich bin wirklich stolz auf meine Mannschaft. Nicht nur heute, sondern in der gesamten Serie haben sie einen tollen Job erledigt. Neben zwei offensiven Fouls kann ich das Team heute nicht kritisieren. Ich denke wir sind verdientermaßen in das Finale eingezogen. Ich bin wirklich froh, dass die Jungs nun in der Umkleidekabine feiern können."