4. Spiel Viertelfinale Generali Play-off: HC Škoda Plzeň vs. Bílí Tygři Liberec 0:4 (0:2, 0:0, 0:2)

HC Škoda Plzeň: Machovský (Hylák) – Němeček, P. Kadlec (A), D. Sklenička, Frühauf, Pulpán (A), Čerešňák, Kvasnička – Lev, Kratěna (C), T. Svoboda – D. Kubalík, Stach, Indrák – Schleiss, Preisinger, Martin Procházka – Koreis, Kracík, Hrnka.

Bílí Tygři Liberec: Will (Lašák) – Ševc (A), R. Šimek, Vitásek, Jánošík, Derner, Pyrochta, Plutnar – L. Krenželok, P. Jelínek, Bartovič – Radivojevič (C), Bulíř, Lakatoš – Svačina, Vantuch, Valský – Ordoš, Bližňák, J. Stránský.

Torschützen: 5. Svačina (Valský, Vantuch), 12. P. Jelínek (Bulíř, R. Šimek), 43. Radivojevič (Bulíř), 54. Lakatoš (Ševc, Svačina). Schiedsrichter: Bulanov, Hribík – Frodl, Zavřel. Strafen: 9:4, außerdem Jánošík (LIB) und Schleiss (PLZ) für 10 Minuten. Ausnutzung: 0:3. Unterzahltore: 0:0. Zuschauer: 7.028. Torschüsse: 14:32. Spielstände: 0:4. Spieler des Spiels: Petr Kadlec (HC Škoda Plzeň) – Michal Bulíř (Bílí Tygři Liberec). Stand in der Serie: 1:3.

Spielbericht

Die Weißen Tiger kamen mit Schwung auf das Eis und wollten fortan zeigen, dass die gestrige Niederlage nur eine kurze Schwächephase war. Bereits in der 3. Spielminute hatte Jakub Valksý den Führungstreffer auf dem Schläger, scheiterte im eins gegen eins aber an seinen Nerven. Besser machte es Vladimír Svačina zwei Zeigerumdrehungen später, als er auf Zuspiel von Valský per Direktabnahme erfolgreich war. Die Führung war durchaus verdient, denn auch danach waren es die Gäste aus der Jeschkenstadt, welche die deutlich aktivere Mannschaft war. Die Indianer schienen vom Anfangstempo der Raubkatzen überrascht und fanden nicht wirklich zu ihrem Spiel. Dabei hatten sie Glück, da Dominik Lakatoš aus spitzem Winkel nicht auf zwei Tore erhöhte. Lediglich im ersten Überzahlspiel zeigte sich Plzeň mit gefälligen Puckstafetten, konnte das heute von Roman Will gehütete Tor aber nicht in Gefahr bringen. Besser in Überzahl machte es Liberec nach zwölf gespielten Minuten. Eine herrliche Kombination mit zwei Direktpässen netzte Petr Jelínek freistehend ein. Nur Sekunden nach dem zweiten Erfolgserlebnis hatte Vantuch den dritten Streich vor Augen. Die Indianer waren mit dem Zwei-Tore-Rückstand gut bedient, wären kurz vor Ablauf der ersten zwanzig Minuten aber fast noch zum Anschlusstreffer gekommen. Bei einem zwei auf eins Gegenangriff parierte Roman Will jedoch ganz stark gegen den Schuss von Miroslav Indrák.

narozeniny arény foto tým

Auch im ersten Teil des zweiten Drittels waren es wieder die Weißen Tiger, die sich als die aktivere Mannschaft zeigten. Plzeň-Goalie Machovský war jedoch stets auf dem Posten und entschärfte gute Einschussmöglichkeiten der Jeschkenstädter. Die Indianer versuchten ab der 30. Spielminute mehr Ideen in das eigene Offensivspiel zu bringen. Der entscheidende Zug in Richtung Tor von Will sollte aber auch weiterhin nicht gelingen. Liberec kontrollierte Puck und Gegner. Zudem war man diesmal in den Zweikämpfen deutlich disziplinierter als noch am Vortag. Sieben Minuten vor der zweiten Pausensirene hatten die Weißen Tiger etwas Glück sowie einen starken Goalie im eigenen Gehäuse. Will parierte hervorragend gegen den Versuch von Stach. Mário Bližňák hatte auf der Gegenseite nach schwerem Fehler von Němeček die große Gelegenheit, auf 3:0 zu stellen. Machovský war aber mit den Schonern zur Stelle. Somit blieb es bei einem torlosen zweiten Spielabschnitt.

narozeniny arény foto tým

Im Schlussdrittel beherrschten die Weißen Tiger vollends das Spielgeschehen. Die Indianer fanden im Drittel der Gäste fast überhaupt nicht statt. Es schien so, als würden den Hausherren offensichtlich so langsam aber sicher die Kräfte schwinden. Foulspiele gegen Liberecer Akteure waren die Folge. Die Männer um Cheftrainer Filip Pešán nutzten hierbei eine doppelte Überzahl zur Entscheidung. Kapitän Branko Radivojevič hämmerte das Streitobjekt unbedrängt in die Maschen. Damit war die Partie in der Hand des Meisters. Zehn Minuten vor Schluss traf Krenželok ebenfalls in Überzahl nur die Latte. Besser machte es Dominik Lakatoš vier Minuten später, als der dritte Überzahltreffer an diesem Tag gelang. Verteidiger Martin Ševc brachte den Puck flach und scharf vor das Tor, wo Lakatoš seinen Schläger nur noch hinein hielt und wunderbar ins Kreuzeck vollendete. Das einzig positive aus Sicht der heimischen Indianer war ein gewonnener Boxkampf für Jan Schleiss gegen den Liberecer Adam Jánošík. Spielerisch war es im Vergleich zum Vortag sehr dürftig, was die Gastgeber heute zeigten. Mit dem ungefährdeten 4:0 Auswärtssieg sicherten sich die Raubkatzen aus Nordböhmen den ersten Matchball in dieser Viertelfinalserie. Mit einem Heimerfolg am kommenden Mittwoch können sie den Weg in das Halbfinale ebnen.

Trainerstimmen

Ladislav Čihák (HC Škoda Plzeň): „Wir wollten auch heute wieder das Spiel aktiv beginnen, was uns diesmal nicht gelang. Wir verloren fast alle Zweikämpfe und waren oft zu spät. So kamen wir nicht in das Spiel. Zudem konnten wir das Powerplay nicht gut ausspielen, was gestern noch funktionierte. Liberec war aktiv, lief besser Schlittschuh und war auf dem Eis einfach da. Wir befinden uns aber in den Play-offs uns das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Wir reisen mit erhobenen Kopf nach Liberec und wollen dem Gegner nichts schenken."

Filip Pešán (Bílí Tygři Liberec): „Wir sahen ein sehr emotionales und schweres Spiel. So sehen Spiele in den Play-offs einfach aus. Wir konnten die Hausherren überraschen und haben taktisch sehr gut gespielt, mit einer entsprechenden Disziplin. Meine Mannschaft hat verdient gewonnen.“

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