3. Spiel Viertelfinale Generali Play-off: HC Škoda Plzeň vs. Bílí Tygři Liberec 6:3 (3:2, 1:1, 2:0)

HC Škoda Plzeň: Machovský (Hylák) – Němeček, P. Kadlec (A), D. Sklenička, Frühauf, Pulpán (A), Čerešňák, Kvasnička – Lev, Kratěna (C), T. Svoboda – D. Kubalík, Stach, Indrák – Schleiss, Preisinger, Martin Procházka – Koreis, Kracík, Hrnka.

Bílí Tygři Liberec: Lašák (Will) – Ševc (A), R. Šimek, Vitásek, Jánošík, Derner, Pyrochta – L. Krenželok, P. Jelínek, Bartovič – Radivojevič (C), Bulíř, Lakatoš – Svačina, Vantuch, Valský – Ordoš, Bližňák, J. Stránský – J. Mikyska.

Torschützen: 4. Kratěna (T. Svoboda), 8. Pulpán (Lev, Čerešňák), 13. T. Svoboda (Pulpán), 23. T. Svoboda (Kratěna), 48. T. Svoboda (Kratěna), 60. D. Kubalík – 10. Valský (Ševc, Svačina), 16. P. Jelínek, 26. Bulíř (P. Jelínek). Schiedsrichter: Hodek, Šír – Barvíř, Blümel. Strafen: 4:4. Ausnutzung: 3:1. Unterzahltore: 1:1. Zuschauer: 7.536. Torschüsse: 22:25. Spielstände: 2:0, 2:1, 3:1, 3:2, 4:2, 4:3, 6:3. Spieler des Spiels: Tomáš Svoboda (HC Škoda Plzeň) – Petr Jelínek (Bílí Tygři Liberec). Stand in der Serie: 1:2.

Spielbericht

Wie bereits vorausgesagt, starteten die Indianer furios in ihr erstes Heimspiel. Von Beginn an versuchte man die Weißen Tiger unter Druck zu setzen, was auch frühzeitig funktionierte. Bereits das erste Überzahlspiel nutzten die Hausherren zum Führungstreffer. Auf Zuspiel von Tomáš Svoboda netzte Ondřej Kratěna im zweiten Versuch ein. Liberec hatte nur wenige Minuten später die Möglichkeit, selbst mit einem Spieler mehr auf dem Eis den Ausgleich herzustellen. Durch einen folgenschweren Puckverlust im gegnerischen Drittel liefen die Jeschkenstädter aber in einen Konter, welchen Lukáš Pulpán mit exaktem Schuss unter die Latte abschloss. Die Weißen Tiger waren nur kurzzeitig geschockt und schafften eineinhalb Minuten später den Anschlusstreffer. Jakub Valský fälschte einen Pass von Verteidiger Ševc wunderbar durch die Beine des verdutzten Plzeň-Goalies Machosvký ab. Die Partie blieb auch anschließend weiter rasant, denn die Gastgeber stellten durch Tomáš Svoboda in der 13. Spielminute den alten Abstand wieder her. Einen abgewehrten Schuss von Pulpán staubte Svoboda locker ab. Die Weißen Tiger waren wieder unter Druck. In Unterzahl gelang der wichtige Anschluss noch vor Ablauf der ersten zwanzig Minuten. Bei einem kapitalen Fehlpass durch Čerešňák spritzte Petr Jelínek dazwischen, lief alleine auf das Tor zu und verwandelte sicher. Zuvor rettete Liberec-Goalie Lašák gegen den durchgebrochenen Kubalík. Somit endete ein torreiches erstes Drittel mit einer knappen Führung zugunsten der Indianer.

narozeniny arény foto tým

In der Anfangsphase des Mitteldrittels parierte Ján Lašák im Gehäuse der Jeschkenstädter innerhalb weniger Sekunden zweimal ganz stark. Insbesondere der Versuch von Sklenička war schwer zu entschärfen, da dieser freistehend per Direktabnahme zum Abschluss kam. Die heimischen Indianer wollten den vierten Treffer unbedingt und belohnten sich mit einem weiteren Überzahltor. Ondřej Kratěna bewies ein ganz feines Auge. Seinen Querpass nahm Tomáš Svoboda kurz an, um die Scheibe anschließend ohne Bedrängnis einzunetzen. Die Weißen Tiger fanden jedoch schnell die passende Antwort. Ebenfalls im Powerplay waren die Männer aus Nordböhmen erfolgreich. Den Schuss von Jelínek konnte Goalie Machovský nicht festhalten, wodurch Michal Bulíř keine Probleme mehr hatte einzuschieben. Danach gab es eine Druckphase der Weißen Tiger sowie eine von den Hausherren. Auf beiden Seiten zeigten die Torsteher tolle Reflexe und verhinderten weitere Einschläge. Es war weiterhin ein offensiv geführtes Eishockeyspiel, welches für die Zuschauer sehr sehenswert war. In der Schlussphase des zweiten Drittels schnupperten die Jeschkenstädter am Ausgleichstreffer. Die beste Chance ergab sich für das Duo Krenželok/Jelínek bei einem zwei gegen eins Gegenangriff, doch Letztgenannter konnte das Streitobjekt nicht im Tor der Indianer unterbringen. Demnach blieb es beim Rückstand für Liberec und ein spannendes Schlussdrittel stand bevor.

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Die Weißen Tiger wollten ausgleichen und bekamen auch die große Chance dazu. Angreifer Jan Ordoš durfte sich im eins gegen eins versuchen, scheiterte aber an Goalie Machovský. Die Indianer waren an diesem Tag deutlich cleverer und nutzten ein weiteres Überzahlspiel zum spielentscheidenden Treffer. Unbedrängt erzielte Tomáš Svoboda einen Hattrick. Liberec probierte es zwar noch einmal, doch die Chancen wurden kläglich vergeben. Die größte Möglichkeit vergab Šimek in der 55. Spielminute. Drei Minuten vor Schluss zog Trainer Filip Pešán seine letzte Karte, nahm die Auszeit und ersetzte Torhüter Lašák für einen zusätzlichen Stürmer. Auch diese Maßnahme brachte keine Wirkung mehr. Vielmehr kassierten die Jeschkenstädter noch den sechsten Gegentreffer durch Dominik Kubalík. Plzeň ist demnach zurück in der Serie und wird versuchen, diese am morgigen Tag auszugleichen. Die Weißen Tiger müssen sich gehörig verbessern, denn ansonsten wird auch diese zweite Auswärtspartie nicht erfolgreich gestaltet werden können. Insbesondere das Überzahlspiel war diesmal entscheidend, denn die Indianer erzielten drei ihrer sechs Treffer bei nur vier Powerplays.

Trainerstimmen

Ladislav Čihák (HC Škoda Plzeň): „Wir wollten aktiv in das Spiel gehen, was uns auch gelang. Wir wissen, wie Liberec spielt, und deshalb wollten wir mehr Druck erzeugen und den Puck in den eigenen Reihen behalten. Wir waren zudem in Überzahl sehr beweglich. Insgesamt sahen wir ein schönes Spiel, welches oftmals auf und ab ging. Wir freuen uns über den Sieg, aber es ist nur ein Spiel gewesen. Morgen ist ein neuer Tag und alles beginnt von neuem.“

Filip Pešán (Bílí Tygři Liberec): „Die Hausherren waren stark und erzielten drei Überzahltreffer. Ansonsten war es ein Kampfspiel und das Publikum bekam etwas zu sehen. Wir müssen uns gut auf das morgige Spiel vorbereiten und es morgen besser machen.“

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