2. Spiel Viertelfinale Generali Play-off: Bílí Tygři Liberec vs. HC Škoda Plzeň 4:2 (2:2, 1:0, 1:0)

Bílí Tygři Liberec: Lašák – R. Šimek, Ševc (A), Mojžíš (A), Vitásek, Jánošík, Derner – Bartovič, P. Jelínek, L. Krenželok – Lakatoš, Bulíř, Radivojevič (C) – Valský, Vantuch, Svačina – J. Stránský, Bližňák, J. Vlach – Ordoš.

HC Škoda Plzeň: Machovský – P. Kadlec (A), Němeček, Pulpán (A), D. Sklenička, Čerešňák, Frühauf, Slovák – Lev, Kratěna (C), D. Kubalík – Indrák, Preisinger, Stach – Martin Procházka, Kracík, T. Svoboda – Schleiss, Kodýtek, Koreis.

Torschützen: 4. Valský, 5. Bartovič (Ševc), 29. Bartovič (Svačina, Valský), 58. L. Krenželok (R. Šimek, Bartovič) – 3. Lev (P. Kadlec, Indrák), 15. Čerešňák (Lev). Schiedsrichter: Kubičík, Bulanov – Hlavatý, Tošenovjan. Strafen: 5:7. Ausnutzung: 3:2. Unterzahltore: 0:0. Zuschauer: 7.439. Torschüsse: 36:24. Spielstände: 0:1, 2:1, 2:2, 4:2. Spieler des Spiels: Milan Bartovič (Bílí Tygři Liberec) – Jakub Lev (HC Škoda Plzeň). Stand in der Serie: 2:0.

Spielbericht

Die zweite Partie in dieser Viertelfinalserie begann gleich mit viel Tempo sowie Treffern auf beiden Seiten. Plzeň nutzte nur knappe drei Minuten nach dem Eröffnungsbully ein Überzahlspiel zum Führungstreffer. Angreifer Jakub Lev überraschte Liberec-Goalie Ján Lašák mit einem Hinterhaltsschuss über die Fanghand. Die Antwort der Weißen Tiger folgte nur 18 Sekunden später. Jakub Valský agierte vor dem Tor sehr aktiv und brachte die Scheibe mit einem Schuss an den Rücken des gegnerischen Torstehers über die Linie. Nun war Liberec in dieser Begegnung angekommen, denn knapp eineinhalb Minuten später lag der Puck schon wieder im Netz der Gäste. Auch die Weißen Tiger nutzten ihr erstes Powerplay. Verteidiger Martin Ševc brachte die Hartgummischeibe gefährlich vor das Gehäuse, wo sie Milan Bartovič entscheidend abfälschte. Es entwickelte sich demnach von Beginn an eine gutklassige Partie, die es bis zum Ablauf der ersten zwanzig Minuten auch blieb. Beide Kontrahenten schenkten sich nichts, wobei die Gastgeber optisch überlegen waren. Plzeň durfte man trotzdem nicht aus den Augen lassen, was in der 15. Spielminute leider geschah. Peter Čerešňák wurde nicht richtig angegriffen und nutzte seine Freiheit mit einem gutem Handgelenksschuss über die Fanghand von Lašák.

narozeniny arény foto tým

Somit startete das Mitteldrittel mit einem Gleichstand, welchen die Raubkatzen möglichst in eine abermalige Führung umkehren wollten. Beste Torchancen waren dazu durchaus gegeben. So verpasste Svačina freistehend das leere Tor und Jelínek traf bei seinem Alleingang nur die Lattenoberkante. Die Weißen Tiger fingen demnach wieder mit dem Auslassen von großen Gelegenheiten an. Dafür klappte es an diesem Abend jedoch in Überzahl. In der 29. Minute setzten sich die Weißen Tiger energisch im Drittel der Indianer fest. Hierbei bediente wenige Sekunden vor Ablauf des Powerplays Svačina seinen Sturmpartner Milan Bartovič, der mit etwas Glück einnetzte. Damit lag das Momentum wieder auf Seiten der Jeschkenstädter. Diese wollten natürlich etwas Ruhe in das eigene Spiel bekommen. Das gelang auch phasenweise, denn die Indianer wurden sehr oft gut im eigenen Drittel verteidigt. Es war ein sehr kampfbetontes Spiel. Das zweite Drittel endete dann auch mit dem knappen Vorsprung zugunsten der Weißen Tiger.

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Im Schlussdrittel merkte man beiden Teams an, dass sie zunächst wenig Risiko gehen wollten. Liberec versteifte sich auf das Verteidigen, was auch gut gelang. Immer wieder konnte man die Angriffe der Indianer unterbinden. Zudem wollten die Gastgeber über Konter den Schlusspunkt markieren. Der vierte Treffer lag in der 51. Spielminute durchaus in der Luft, als Bartovič und Jelínek einen zwei auf eins Konter fuhren, diesen aber etwas unsauber und somit erfolglos zuende spielten. Somit blieb Plzeň weiter im Spiel und nur eine Szene hätte den wichtigen zweiten Liberecer Erfolg noch gefährden können. Diese folgte fünfeinhalb Minuten vor der Schlusssirene. Die Indianer fuhren einen guten Angriff. Hier kam ein Gäste-Angreifer aus Nahdistanz frei zum Abschluss, scheiterte aber am überragenden Ján Lašák. Der Slowake im Tor der Weißen Tiger zeigte eine Weltklasse-Parade und verhinderte den 3:3 Ausgleich. Zweieinhalb Zeigerumdrehungen vor Schluss erlöste dann Lukáš Krenželok die Fans der Weißen Tiger. Nach gutem Forechecking der Gastgeber hatte er freistehend wenig Mühe, die Scheibe zum 4:2 über die Linie zu drücken. Damit war das Spiel entschieden, denn die Indianer fanden keine Antwort mehr.

Trainerstimmen

Filip Pešán (Bílí Tygři Liberec): „Wir sahen ein sehr enges Spiel mit einem Gegner, der offensiv sehr gefährlich war. Wir waren geduldig und gut organisiert. Wir wussten, dass Plzeň in Überzahl zum Erfolg kommen wollte. Gestern verstand ich meinen Trainerkollegen scheinbar etwas falsch, als er sagte, dass die Spieler Fouls ansagen sollen - jetzt verstehe ich es. Diese Dinge haben in den Play-offs und im Allgemeinen nichts zu suchen. In diesen Phasen waren wir froh, dass wir alle weiteren Unterzahlsituationen überstehen und am Ende den beruhigenden vierten Treffer markieren konnten.“

Ladislav Čihák (HC Škoda Plzeň): „Wir haben es geschafft, aktiv in das erste Drittel zu gehen, welches sehr ausgewogen war. Wir hatten viele Ideen und skateten auch gut. Wir konnten Liberec unter Druck setzen und zwei Tore erzielen. Im Mitteldrittel zogen wir uns ein wenig zurück und mussten den dritten Gegentreffer schlucken. Hier waren wir etwas zu offen. Dennoch zeigte meine Mannschaft eine gute Leistung und wir freuen uns nun auf die beiden Heimspiele in Plzeň.“

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